{"id":1183,"date":"2017-09-17T14:50:03","date_gmt":"2017-09-17T12:50:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?page_id=1183"},"modified":"2017-09-17T14:50:03","modified_gmt":"2017-09-17T12:50:03","slug":"erdbestattung-einaescherung-umgang-mit-der-asche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/unser-pfarrbuero\/begraebnis\/erdbestattung-einaescherung-umgang-mit-der-asche","title":{"rendered":"Erdbestattung &#8211; Ein\u00e4scherung &#8211; Umgang mit der Asche"},"content":{"rendered":"<p><em>Am 15. August hat der Vatikan zum Thema Erdbestattung und Ein\u00e4scherung in der Instruktion Ad resurgendum cum Christo Stellung bezogen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Folgenden werden hier einige wichtige und f\u00fcr uns Christen hilfreiche Anweisungen und Begr\u00fcndungen gegeben.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Instruktion hei\u00dft es:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li>Um mit Christus aufzuerstehen, muss man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig, \u201eaus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein\u201c (2 Kor 5,8). Mit der Instruktion Piam et constantem vom 5. Juli 1963 bestimmte das ehemalige Heilige Offizium, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass \u201edie Gewohnheit, den Leichnam der verstorbenen Gl\u00e4ubigen zu beerdigen, heiliggehalten werde\u201c. Es f\u00fcgte aber hinzu, dass die Feuerbestattung der christlichen Religion nicht \u201ean sich\u201c widerspricht und jenen, die sich daf\u00fcr entschieden haben, die Sakramente und das Begr\u00e4bnis nicht mehr verweigert werden d\u00fcrfen. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass sie die Ein\u00e4scherung nicht \u201eaus Ablehnung der christlichen Dogmen, aus sektiererischer Gesinnung oder aus Hass gegen die katholische Religion und Kirche\u201c gew\u00e4hlt haben\u2026 Mittlerweile hat sich die Feuerbestattung in nicht wenigen L\u00e4ndern stark ausgebreitet. Aber zugleich haben sich auch neue Ideen verbreitet, die dem Glauben der Kirche widersprechen\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Die Auferstehung Jesu, in der die christliche Glaubens-wahrheit ihren H\u00f6hepunkt findet, wurde von den Anf\u00e4ngen des Christentums an als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verk\u00fcndet\u2026 Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Christus von der S\u00fcnde befreit und den Zugang zu einem neuen Leben er\u00f6ffnet: \u201eWie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben\u201d (R\u00f6m 6,4). Dar\u00fcber hinaus ist der auferstandene Christus Ursache und Urgrund unserer k\u00fcnftigen Auferstehung: \u201eChristus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen\u2026 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden\u201c (1 Kor 15,20-22)\u2026 Durch Christus hat der christliche Tod einen positiven Sinn. Die Liturgie der Kirche betet: \u201eDeinen Gl\u00e4ubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerf\u00e4llt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet\u201c. Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unverg\u00e4ngliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Gem\u00e4\u00df \u00e4ltester christlicher Tradition empfiehlt die Kirche nachdr\u00fccklich, den Leichnam der Verstorbenen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort zu beerdigen. Im Gedenken an den Tod, das Begr\u00e4bnis und die Auferstehung des Herrn ist die Erdbestattung die angemessenste Form, um den Glauben und die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung zum Ausdruck zu bringen\u2026 Indem die Kirche den Leichnam der Verstorbenen beerdigt, bekr\u00e4ftigt sie den Glauben an die Auferstehung des Fleisches. Zugleich m\u00f6chte sie so die hohe W\u00fcrde des menschlichen Leibes als wesentlicher Teil der Person, dessen Geschichte der Leib teilt, ins Licht stellen. Sie kann deshalb nicht Haltungen oder Riten erlauben, die falsche Auffassungen \u00fcber den Tod beinhalten, etwa wenn er als endg\u00fcltige Vernichtung der Person, als Moment ihrer Verschmelzung mit der Mutter Natur oder dem Universum, als Etappe im Prozess der Reinkarnation oder als endg\u00fcltige Befreiung aus dem \u201eGef\u00e4ngnis\u201c des Leibes verstanden wird. Zudem entspricht die Erdbestattung auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort in angemessener Weise der Ehrfurcht und Achtung, die den Leibern der Verstorbenen geb\u00fchrt, welche durch die Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden sind und derer sich \u201eder Geist wie eines Werkzeuges oder einer Vase bedient hat, um viele gute Werke zu vollbringen\u201c\u2026 Schlie\u00dflich f\u00f6rdert die Beerdigung der heimgerufenen Gl\u00e4ubigen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort das Andenken und das Gebet f\u00fcr die Verstorbenen durch die Angeh\u00f6rigen und die ganze christliche Gemeinschaft, wie auch die Verehrung der M\u00e4rtyrer und der Heiligen\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li>Wo Gr\u00fcnde hygienischer, \u00f6konomischer oder sozialer Natur dazu f\u00fchren, sich f\u00fcr die Feuerbestattung zu entscheiden \u2013 eine Wahl, die nicht dem ausdr\u00fccklichen oder vern\u00fcnftigerweise angenommenen Willen des verstorbenen Gl\u00e4ubigen ent-gegenstehen darf \u2013, sieht die Kirche keine lehrm\u00e4\u00dfigen Gr\u00fcnde, um diese Praxis zu verbieten. Denn die Ein\u00e4scherung des Leichnams ber\u00fchrt nicht die Seele und hindert die Allmacht Gottes nicht daran, den Leib aufzuerwecken. Sie beinhaltet deshalb an sich nicht die Leugnung der christlichen Lehre \u00fcber die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Leibes.\n<p>Die Kirche bevorzugt weiterhin die Beerdigung des Leichnams, die eine gr\u00f6\u00dfere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Verstorbenen zeigt. Aber die Feuerbestattung ist nicht verboten, \u201ees sei denn, sie ist aus Gr\u00fcnden gew\u00e4hlt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen\u201c\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"5\">\n<li>Wenn aus legitimen Gr\u00fcnden die Wahl der Feuerbestattung getroffen wird, ist die Asche des Verstorbenen in der Regel an einem heiligen Ort aufzubewahren, also auf einem Friedhof oder, wenn es angebracht ist, in einer Kirche oder an einem f\u00fcr diesen Zweck von der zust\u00e4ndigen kirchlichen Autorit\u00e4t bestimmten Ort. Von Anfang an haben die Christen danach verlangt, dass die christliche Gemeinschaft f\u00fcr ihre Verstorbenen betet und ihrer gedenkt. Ihre Gr\u00e4ber wurden Orte des Gebetes, des Andenkens und der Besinnung. Die verstorbenen Gl\u00e4ubigen geh\u00f6ren zur Kirche; denn sie glaubt an die Gemeinschaft \u201ederer, die hier auf Erden pilgern; derer, die nach Abschluss des Erdenlebens gel\u00e4utert werden; und derer, die die himmlische Seligkeit genie\u00dfen; sie alle bilden zusammen die eine Kirche\u201c.\n<p>Die Aufbewahrung der Asche an einem heiligen Ort kann dazu beitragen, dass die Gefahr verringert wird, die Verstorbenen dem Gebet und dem Gedenken der Verwandten und der christlichen Gemeinschaft zu entziehen. Auf diese Weise wird auch vermieden, dass man sie m\u00f6glicherweise vergisst oder es an Ehrfurcht fehlen l\u00e4sst, vor allem, wenn die erste Generation nicht mehr lebt, oder dass es zu unangemessenen oder abergl\u00e4ubischen Praktiken kommt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"6\">\n<li>Aus den oben angef\u00fchrten Gr\u00fcnden ist die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum nicht gestattet. Nur im Fall von schwerwiegenden und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nden, die von kulturellen Bedingungen lokaler Natur abh\u00e4ngen, kann der Bischof die Erlaubnis f\u00fcr die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum gew\u00e4hren. Die Asche darf aber nicht unter verschiedenen Familien aufgeteilt werden, und in jedem Fall m\u00fcssen Ehrfurcht und angemessene Bedingungen der Aufbewahrung gew\u00e4hrleistet sein.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"7\">\n<li>Um jegliche Zweideutigkeit pantheistischer, naturalistischer oder nihilistischer F\u00e4rbung zu vermeiden, ist es nicht gestattet, die Asche in der Luft, auf dem Land oder im Wasser oder auf andere Weise auszustreuen oder sie in Erinnerungs-gegenst\u00e4nden, Schmuckst\u00fccken oder anderen Objekten aufzu-bewahren. Denn f\u00fcr diese Vorgangsweisen k\u00f6nnen nicht die hygienischen, sozialen oder \u00f6konomischen Gr\u00fcnde angef\u00fchrt werden, die der Wahl der Feuerbestattung zugrunde liegen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"8\">\n<li>Falls sich der Verstorbene offenkundig aus Gr\u00fcnden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, f\u00fcr die Feuer-bestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden hat, ist das kirchliche Begr\u00e4bnis nach Ma\u00dfgabe des Rechts zu verweigern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Papst Franziskus hat am 18. M\u00e4rz 2016 die vorliegende Instruktion approbiert und ihre Ver\u00f6ffentlichung angeordnet.<\/p>\n<p>Rom, am 15. August 2016, Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.<\/p>\n<p><strong>Gerhard Card. M\u00fcller,<br \/>\n<\/strong>Pr\u00e4fekt<\/p>\n<p><strong>Luis F. Ladaria, S.I.,<br \/>\n<\/strong>Titularerzbischof von Thibica<br \/>\nSekret\u00e4r<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. 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Im Folgenden werden hier einige <span class=\"readmore\"><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/unser-pfarrbuero\/begraebnis\/erdbestattung-einaescherung-umgang-mit-der-asche\">Weiter lesen &#8230;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":614,"parent":613,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1183","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1183"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1183\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/613"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/media\/614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}