{"id":12260,"date":"2022-01-15T17:13:24","date_gmt":"2022-01-15T16:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=12260"},"modified":"2022-01-15T17:13:24","modified_gmt":"2022-01-15T16:13:24","slug":"die-botschaft-von-fatima-immer-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/die-botschaft-von-fatima-immer-aktuell","title":{"rendered":"Die Botschaft von Fatima &#8211; immer aktuell"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Fatima-e1642262687662.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-12263\" src=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Fatima-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a>Pfarrer Lukas Bonner (Pfarrverband Inneres Montafon) hielt am 13. J\u00e4nner 2022 bei der Fatimamesse in Gisingen folgende Predigt:<\/p>\n<p>Hochw\u00fcrdige Herren Mitbr\u00fcder, liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/p>\n<p>Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Dezember 1991 haben viele \u2013 Theologen wie Gl\u00e4ubige \u2013 einen Deckel auf die Botschaften von Fatima gelegt und diese als abgeschlossen betrachtet. Der Sieg des Glaubens \u00fcber den Kommunismus schien bewiesen zu sein, die Erf\u00fcllung der anderen Vorhersagen mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. ebenfalls. Fatima hat der Welt nach 1991 nichts mehr zu sagen gehabt. Doch weit gefehlt. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sagte 2010 in Fatima selbst: \u00bbWer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt!\u00ab Fatima ist ja nicht nur ein rein innerkirchliches Ph\u00e4nomen, das sich auf mehrere Marienerscheinungen beschr\u00e4nkt, sondern die Botschaften, die die Gottesmutter der Welt preisgibt, haben durchaus politische und damit gesellschaftliche Relevanz. Der Kommunismus ist mitnichten \u00fcberwunden. \u00dcberwunden ist der doktrin\u00e4re, staatliche Kommunismus. Aber wir befinden uns in einer Situation, in der von allen Seiten Gedankengut eingebracht wird, das auf der kommunistischen Uridee aufbaut. Erich Honecker, sagte, obwohl die DDR bereits Geschichte war, dass der Kommunismus zur\u00fcckkehren werde. Und er sollte Recht behalten. Die Mission der Botschaften von Fatima ist darum noch lange nicht vorbei und gerade unsere momentane Weltsituation \u2013 und ich meine hier jetzt nicht nur Corona \u2013 verlangt doch regelrecht nach der Wahrheit der Fatimageheimnisse.<br \/>\nDie Grundbotschaften der Gottesmutter sind: <strong>Umkehr \u2013 S\u00fchne \u2013 Gebet<\/strong>, sind heute aktueller denn je. Wir, die Katholiken, werden von der Gottesmutter angeleitet, durch Umkehr, S\u00fchne und Gebet einen wesentlichen Beitrag zu leisten, damit unsere Gegenwart gesundet, damit das d\u00e4monische unserer Tage gebannt wird und Frieden, Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit wieder unter uns gro\u00df werden k\u00f6nnen. Und vor allem: damit Gott wieder einen Platz in unserer Mitte bekommt, damit unser Sprechen und Denken und Handeln moralisch gefestigt wird. Das Grundproblem jeder Gesellschaft und Generation ist: dass immer wieder versucht wird, Gott aus der Mitte zu entfernen, ihm das Wohnrecht abzusprechen. Es wird also versucht, den Johannesprolog umzukehren, in dem beschrieben wird, wie Gott unter uns Menschen Wohnung nimmt. Wenn wir Menschen Gott aus unserer Mitte entfernen und damit kein Regulativ mehr haben, wenn wir die W\u00fcrde der Person zugunsten des Kollektivs opfern und wenn Geschlechter nicht mehr eindeutig m\u00e4nnlich oder weiblich sind, dann sind das Ergebnisse jener Ideen, vor denen die Gottesmutter 1917 gewarnt hat. Die H\u00f6lle ruht nicht, obwohl sie wei\u00df, dass sie schon lange verloren hat. Sie versucht immer und immer wieder das Gute zu st\u00f6ren und die Gnade zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und die L\u00fcge zur Wahrheit zu machen.<br \/>\nDarum braucht es von uns <strong>Umkehr<\/strong>. Umkehr als ersten entschlossenen Schritt, nicht die Wege der Welt zu bestreiten, sondern den Weg des Heiles zu gehen, den Weg Gottes. Umkehr ist die bewusste Abwendung vom Dunkel und die Hinwendung zum Licht. Umkehr ist, wenn ich mein Gesicht wieder Gott zuwende, mich ihm zuneige und damit dem meinen R\u00fccken drehe, das mich gefangen gehalten und manipuliert und missbraucht hat, das meine Gotteskindschaft entstellt hat. Ich muss mir klar werden, dass ich ohne Gott alles verliere, aber mit ihm nur gewinne. F\u00fcr die Umkehr braucht es ein Zusammenspiel von Herz und Verstand, denn sie betrifft sowohl den Geist, meine Gedanken und meinen Willen als eben auch mein Herz, den Glauben, die Sehnsucht und Liebe. Umkehr, auch aus der Sicht des Neuen Testaments, meint eben genau diese Wandlung des Geistes, das sich-bewusst-Machen, dass etwas ver\u00e4ndert werden muss. Wir brauchen wieder eine Mitte. Europa und auch \u00d6sterreich sind aus dem Lot geraten. Maria leitet uns an, den Weg zur Mitte wieder zu finden \u2013 weil Christus der Weg ist, der uns zu Gott f\u00fchrt.<br \/>\nAls zweite wichtige Aufforderung Fatimas steht das <strong>Gebet<\/strong>, vor allem das Rosenkranzgebet. Der Rosenkranz ist ein sehr wirkm\u00e4chtiges Gebet, das uns in die H\u00e4nde gelegt wird. Ein Blick in die Geschichte unseres Landes zeigt, wie das Rosenkranzgebet nicht nur einmal Unheil und Krieg von uns abgewendet hat. Keine Perle des Rosenkranzes ist umsonst, davon bin ich fest \u00fcberzeugt. Unsere Zeit verlangt nach dem Rosenkranz und sie braucht die F\u00fcrbitte der Gottesmutter. Wir d\u00fcrfen das Beten nicht als einen Aufwand sehen, sondern als ein Privileg, als einen Liebesdienst, f\u00fcr den Gott uns auserw\u00e4hlt hat. Wir Christen und besonders wir Katholiken sind unendlich privilegierte Menschen, weil wir Beten d\u00fcrfen, Tag und Nacht, und weil uns zu allen verschiedenen Gebetsformen noch der Rosenkranz als Gebet der Christusbetrachtung geschenkt ist. Die Aufforderung zum Gebet kennen wir von Jesus selbst, der \u00f6fter seine J\u00fcnger bat, im Gebet nicht nachzulassen, und mit ihm zu wachen. Die Kirche sieht im Gebet ein Mittel zur Heiligung unserer Welt \u2013 und nichts anderes brauchen wir, als eine heilige, eine geheilte, vers\u00f6hnte Gegenwart.<br \/>\nDer dritte Schritt ist dann noch die <strong>S\u00fchne<\/strong>. Wir, die Kirche, das Volk Gottes, soll S\u00fchne leisten f\u00fcr den Unglauben in der Welt. S\u00fchne leisten ist ein aktives Tun, ein bewusstes Tun \u2013 und im Grude genommen ist es genau jene Haltung, die im Zweiten Vatikanischen Konzil mit dem \u201eAllgemeinen Priestertum\u201c beschrieben ist, die jeder und jedem durch Taufe und Firmung zukommt. Wir bitten den Himmel um Verzeihung f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschen, f\u00fcr den Glaubensabfall, f\u00fcr die Gr\u00e4uel, die durch Menschen an Menschen ver\u00fcbt werden. Die S\u00fchne will im Himmel etwas bewirken: dass Gott Gnade schenkt und die Seelen der Menschen rettet. Maria bietet an, diese S\u00fchne durch ihr Unbeflecktes Herz gehen zu lassen. Sie wird sozusagen zum Kanal, durch den wir unseren guten Willen, unsere Bereitschaft formen lassen und die unser Gebet verdichtet, vielleicht sogar verdoppelt. Die S\u00fchne geht mit der Umkehr Hand in Hand, weil nur jemand, der sich auf den Weg macht, Gott zu suchen, auch erkennt, wie notwendig es ist, ihn f\u00fcr das, was in der Welt geschieht, um Verzeihung zu bitten. Manche Gegner bringen immer wieder ein, dass wir Menschen keine S\u00fchne zu leisten brauchen, weil Christus die S\u00fchne f\u00fcr unsere S\u00fcnden ist. Das stimmt nat\u00fcrlich. Der Tod Jesu am Kreuz ist die nicht mehr zu \u00fcberbietbare S\u00fchneleistung, die Gott selbst vollbracht hat. Unsere S\u00fchne kann daher nur in Verbindung mit dem Opfer Jesu gesehen werden, als unsere innige Verbindung an der der Hingabe Jesu \u2013 eben: das Priestertum, das allen Getauften und Gefirmten zukommt. Mit dem Herrn opfern wir uns selbst, um eine Gabe zu werden, die Gott gef\u00e4llt \u2013 so \u00e4hnlich hei\u00dft es im VI. eucharistischen Hochgebet.<br \/>\nAls Christen darf es uns nicht egal sein, was in der Welt geschieht, darum leisten wir Gott S\u00fchne durch Gebete, durch Fasten, durch Opfer. Die Botschaft von Fatima will uns aus der Gleichg\u00fcltigkeit herausrei\u00dfen und betont schlussendlich unsere M\u00fcndigkeit als Gottes Kinder in dieser Welt, in unserer konkreten Gegenwart. \u00bbWer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt!\u00ab, sagte Benedikt XVI. Bleiben wir offen, um das richtig zu deuten, was um uns herum geschieht. Kehren wir um, um uns wieder neu auf Gott auszurichten. Bleiben wir treu im Gebet und bleiben wir der Gottesmutter treu. Leisten wir S\u00fchne f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr die, die meinen, dass sie keine Schuld haben. Am Ende, so sagt es die Gottesmutter, wird ihr Unbeflecktes Herz triumphieren. Und ihr Triumph wird unser Sieg als Kirche Jesu sein. Amen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfarrer Lukas Bonner (Pfarrverband Inneres Montafon) hielt am 13. 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