{"id":13084,"date":"2022-05-11T18:00:54","date_gmt":"2022-05-11T16:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=13084"},"modified":"2022-05-11T18:56:05","modified_gmt":"2022-05-11T16:56:05","slug":"die-fuerbittende-macht-mariens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/die-fuerbittende-macht-mariens","title":{"rendered":"Die f\u00fcrbittende Macht Mariens"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/maria-knotenl-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7493\" src=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/maria-knotenl-01-248x400.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/maria-knotenl-01-248x400.jpg 248w, https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/maria-knotenl-01.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a>Liebe Pfarrgemeinde!<\/p>\n<p>\u201eFreu dich, du Himmelsk\u00f6nigin, freu dich Maria\u201c. Mit diesen Worten beginnt das sch\u00f6ne Marienlied der \u00f6sterlichen Zeit. Wir fordern Maria auf, sich zu freuen. Mit Jesus ist sie den Weg des Lebens gegangen, angefangen in Nazareth, wo sie Ja gesagt hat zum Willen Gottes. Als Hochschwangere ging sie den langen m\u00fchevollen Weg von Nazareth nach Bethlehem, mit dem Kleinkind und Josef floh sie nach \u00c4gypten und kehrte dann nach Nazareth zur\u00fcck. Als Jesus mit 30 Jahren begann herumzuziehen, war sie oft in seiner N\u00e4he. Sie sp\u00fcrte den wachsenden Widerstand gegen ihren Sohn, der am Kreuz endete. In der Sterbestunde geschah etwas Gro\u00dfartiges: Die Mutterschaft Mariens f\u00fcr Jesus ging zu Ende und jetzt vertraut er ihr die ganze Kirche an. Ihre Mutterschaft bekommt einen ganz neuen Horizont: Johannes steht unter dem Kreuz als Repr\u00e4sentant der ganzen Kirche. Zu ihm sagte Jesus: \u201eSiehe da, deine Mutter.\u201c Diese Worte gelten jedem Menschen: Siehe da, deine Mutter. Sie gelten der ganzen Kirche: Kirche Jesu Christi, siehe da, deine Mutter.<\/p>\n<p>In allen V\u00f6lkern der Erde, wo das Christentum Wurzeln geschlagen hat, gibt es eine innige Liebe zur Gottesmutter. Unz\u00e4hlige Menschen haben sich an sie gewandt und durch sie hindurch zu Jesus. Ein Glaube ohne Maria ist in gewisser Weise noch nicht \u201evollst\u00e4ndig\u201c. Jesus und Maria kann man nicht trennen, die Liebe zu Jesus kann man nicht von der Liebe zu Maria trennen.<\/p>\n<p>Neben unz\u00e4hligen Bezeugungen der pers\u00f6nlichen Liebe zu Maria, gibt es bei Maria noch etwas Besonderes und Einzigartiges. Sie hat durch ihre F\u00fcrsprache bei ihrem Sohn nicht nur Gro\u00dfartiges f\u00fcr einzelne erlangt, sondern f\u00fcr ganze V\u00f6lker und Kontinente. Ein Beispiel:<\/p>\n<p>\u00dcber 600 Jahre \u2013 von 1299 bis 1922 \u2013 bestand das osmanische Reich, das in der h\u00f6chsten Bl\u00fcte die heutige T\u00fcrkei, den ganzen Balkan, die L\u00e4nder rund um das Schwarze Meer, gro\u00dfe Teile der arabischen und nordafrikanischen Welt umfasste. Staatsreligion war der Islam. Immer wieder rollten Angriffe gegen das christliche Europa. Die christlichen Truppen mussten gewaltige Schlachten mit oft menschlich gesehen aussichtslosen Kr\u00e4ften bestehen. Beeindruckende Gebetsbewegungen zur Gottesmutter entstanden. Zu den gr\u00f6\u00dften Schlachten geh\u00f6rten die Schlacht bei Belgrad im Jahre 1546, die Seeschlacht bei der griechischen Insel Lepanto im Jahr 1571 und die Schlacht am Kahlenberg bei Wien im Jahr 1618. Immer wieder hat Maria auf wunderbare Weise eingegriffen. Als Dank daf\u00fcr entstand der Glockengel\u00e4ute am Morgen, zu Mittag und am Abend, das zum Gebet des \u201eEngel des Herrn\u201c ruft, das Rosenkranzfest am 7. Oktober und das Fest Maria Namen am 12. September. Im Jahr 1917, mitten im ersten Weltkrieg, rief Maria in Fatima zu Gebet und Bu\u00dfe auf, damit Russland sich bekehre. In der Nachkriegszeit entstand in \u00d6sterreich unter der geistlichen Leitung von P. Petrus Pavlicek OFM der Rosenkranzs\u00fchnekreuzzug. Zehntausende Menschen, unter ihnen auch Politiker der h\u00f6chsten R\u00e4nge, beteten gemeinsam den Rosenkranz um die Freiheit \u00d6sterreichs. Das \u201eWunder\u201c geschah. Russland zog sich zur\u00fcck. \u00d6sterreich war wieder frei. Jetzt schreiben wir das Jahr 2022. Menschlich gesehen scheint es keine Friedensl\u00f6sung zwischen Russland und der Ukraine zu geben. Deshalb haben Papst Franziskus und die meisten Bisch\u00f6fe der Welt am 25. M\u00e4rz die V\u00f6lker Russlands und der Ukraine der Gottesmutter geweiht. Immer h\u00e4ufiger h\u00f6rt man die Worte Dritter Weltkrieg. Neben allen menschlichen Strategien vertrauen wir Christen auf die Hilfe des Himmels und auf die Hilfe der Gottesmutter Maria. Maria verhei\u00dft Frieden, aber sie stellt eine Bedingung: Umkehr der V\u00f6lker zu Gott. Nicht nur Putin und seine Genossen m\u00fcssen umkehren, \u00fcberall braucht es Umkehr. Das gr\u00f6\u00dfte Problem der Menschheit ist die Gottvergessenheit vieler Menschen. Wir sollen der m\u00fctterlichen Macht Mariens sehr viel zutrauen.<\/p>\n<p>Ich lade dazu ein, zu Maria zu beten, den Rosenkranz zu beten und sich innerlich f\u00fcr Gott und seine Weisungen zu \u00f6ffnen. Am heutigen Sonntag ruft die Kirche auch dazu auf, um das Geschenk von Frauen und M\u00e4nnern zu beten, die mit Freude und Begeisterung der Kirche als gottgeweihte Schwestern und Br\u00fcder, als Priester dienen wollen. Gott streut den Samen der Berufung in viele Herzen aus. Er kann aufgehen, wo junge Menschen darauf h\u00f6ren, wo Eltern einen solchen Weg eines Kindes bejahen, wo es ein priesterfreundliches Klima gibt und wo Menschen sich dem Sog einer weiter wachsenden Versexualisierung der Gesellschaft entziehen und wo Werte wie Selbstbeherrschung, Warten k\u00f6nnen und Enthaltsamkeit wieder hochgehalten werden. Ich darf schon viele Jahre in der Lebensform der ganzen Hingabe an den Herrn leben. Die christliche Ehe und Familie ist zweifellos eine wunderbare Erfindung Gottes, aber auch die Priester- und Ordensberufung geh\u00f6rt zu den Erfindungen Gottes. Beten wir darum, dass dies junge Menschen auch heute entdecken. Amen.<\/p>\n<p>Pfarrer P. Peter Willi FSO<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Pfarrgemeinde! \u201eFreu dich, du Himmelsk\u00f6nigin, freu dich Maria\u201c. 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