{"id":14925,"date":"2022-11-27T15:28:00","date_gmt":"2022-11-27T14:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=14925"},"modified":"2022-11-14T10:11:53","modified_gmt":"2022-11-14T09:11:53","slug":"14925-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/14925-2","title":{"rendered":"Jesus &#8211; Licht der Herzen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/gisingen-bethlehem-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14928\" src=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/gisingen-bethlehem-01.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Liebe Pfarrgemeinde!<\/p>\n<p>Auf der ersten Seite dieser Nummer des Pfarrbl\u00e4ttle sehen Sie einen Stern. Er befindet sich in Bethlehem in der Geburtsgrotte, dem Ort der Geburt Jesu. \u00dcber diesem Ort lie\u00df der r\u00f6mische Kaiser Konstantin im vierten Jahrhundert eine Basilika erbauen. Millionen Menschen haben diesen Ort bereits besucht, um die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem zu verehren. In den fr\u00fchen Morgenstunden des 25. Dezember 1977 war ich an diesem Ort. Davon m\u00f6chte ich Ihnen ein wenig erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Ein besonderes Weihnachtsfest<\/strong><\/p>\n<p>Unerwartet bot sich mir in meiner Studienzeit die M\u00f6glichkeit, zwei Semester in Jerusalem zu studieren. Ich war im dritten Jahr meines Theologiestudiums. Im Advent dachte ich mir: Wie werde ich wohl Weihnachten feiern, fern von meiner Familie und Heimat? Israel ist vor allem das Land der Juden und moslemischen Araber. Die Christen bilden eine Minderheit. Nur sie feiern in Israel Weihnachten. Der 24. Dezember 1977 war ein strahlender, warmer Sonnentag und ein ganz gew\u00f6hnlicher Werktag im gesellschaftlichen Leben Jerusalems. In der N\u00e4he unseres Studentenwohnheimes gab es eine gr\u00f6\u00dfere Baustelle. Lauter Baggerl\u00e4rm war den ganzen Tag zu h\u00f6ren, der Brieftr\u00e4ger brachte die Post wie \u00fcblich.<\/p>\n<p>Christb\u00e4ume, Weihnachtsbeleuchtung in den Stra\u00dfen und Gesch\u00e4ften, Weihnachtseink\u00e4ufe\u2026 nichts von dem habe ich wahrgenommen. Kurz vor Weihnachten kam ein kleines P\u00e4ckchen mit guter Weihnachtsb\u00e4ckerei meiner Mutter an und dazu ein Brief aus dem Elternhaus, wor\u00fcber ich mich sehr freute. Telefonieren war teuer, aber ein kurzes Gespr\u00e4ch konnte ich mir doch leisten, eine gro\u00dfe Freude! Im Studentenheim gab es ein gutes Abendessen, aber ohne Kerzenlicht und weihnachtliche Romantik. Vor dem Mitternachtsgottesdienst sa\u00df ich in meinem Studentenzimmer und stellte mir die Frage: Warum feierst du eigentlich Weihnachten?<\/p>\n<p><strong>Innere Ber\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Um 00.00 Uhr haben wir Studenten an einem sehr sch\u00f6nen Gottesdienst der M\u00f6nche der Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zionsberg teilgenommen. In Liedern und Gebeten feierten wir das Ereignis, dass Jesus, der Sohn Gottes, in diesem Land vor 2000 Jahren im Stall von Bethlehem von Maria geboren wurde. Um 2.00 Uhr brach unsere kleine Studentengruppe nach Bethlehem auf, zu Fu\u00df, etwa zehn Kilometer, meistens in Stille, \u00fcber das h\u00fcgelige Land von Jud\u00e4a. Es war vier Uhr morgens, als wir in Bethlehem angekommen sind. In der Geburtskirche war es still geworden. Die vielen Pilger waren in ihre Hotels und Unterk\u00fcnfte zur\u00fcckgekehrt. L\u00e4ngere Zeit verweilten wir beim Stern von Bethlehem. Es waren Momente, die ich nie vergessen werde. Ich habe erkannt und gesp\u00fcrt, mehr als bisher, dass Jesus nicht eine Gestalt der Vergangenheit ist, sondern der Gegenwart. Er lebt! Er erf\u00fcllt und ber\u00fchrt die Herzen der Menschen mit Kraft, mit Freude, mit Hoffnung im Auf und Ab des Lebens. Es lohnt sich, mit Ihm zu leben, es lohnt sich, f\u00fcr Ihn zu leben. ER ist das eigentliche Weihnachtsgeschenk.<\/p>\n<p><strong>Jesus \u2013 Licht der Herzen<\/strong><\/p>\n<p>Gut 40 Kinder in Gisingen bereiten sich in diesem Schuljahr wieder auf die Erstkommunion vor. Das Motto f\u00fcr dieses Jahr lautet: Jesus \u2013 Licht der Herzen. Es klingt weihnachtlich. Ich w\u00fcnsche diesen Kindern, dass sie, entsprechend ihrem Alter, von Jesus ber\u00fchrt werden. Jesus liebt jedes einzelne dieser Kinder so wie er jeden einzelnen Menschen liebt. Christsein hei\u00dft mit Jesus Christus leben und sich von ihm ber\u00fchren lassen. In jedem Herzen will er geboren werden. Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit, Adventsingen, Roratemessen in der fr\u00fchen Morgenstunde, das Geschenk der Vers\u00f6hnung in der Beichte, Meditationen, stille Momente vor der Krippe usw. k\u00f6nnen zu Augenblicken werden, in denen wir sp\u00fcren: Jesus liebt mich, er ist nicht fern von mir, er lebt, er st\u00e4rkt mich, als Licht der Freude und des Friedens str\u00f6mt er in mein Inneres, er gibt mir ermutigende Perspektiven f\u00fcr mein Leben, er schenkt mir ewiges Leben. Inmitten von Not und Elend in der Welt, inmitten von Unsicherheiten, was die Zukunft bringt, oder Herausforderungen im privaten oder beruflichen Leben will uns Jesus beistehen. Mit ihm an der Seite k\u00f6nnen Sie zuversichtlich in das neue Jahr gehen. Wir sind nicht allein unterwegs.<\/p>\n<p>In diesem Sinn w\u00fcnsche ich Ihnen sch\u00f6ne adventliche Tage, ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Pfarrgemeinde! Auf der ersten Seite dieser Nummer des Pfarrbl\u00e4ttle sehen Sie einen Stern. 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