{"id":15485,"date":"2023-01-03T10:37:00","date_gmt":"2023-01-03T09:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=15485"},"modified":"2023-01-03T10:37:00","modified_gmt":"2023-01-03T09:37:00","slug":"danke-papst-benedikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/danke-papst-benedikt","title":{"rendered":"Danke, Papst Benedikt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/pope-g03585516f_640-e1672738430114.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15488\" src=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/pope-g03585516f_640-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Danke, Papst Benedikt XVI.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Jahresschlussgottesdienst 2022<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Der heutige Gedenktag des hl. Papstes Sylvester und zugleich der siebte Tag der Weihnachtsoktav ist der Geburtstag von Papst Benedikt in das ewige Leben. 95 Jahre hat er Gott und der Kirche als Christ, als Priester und Erzbischof, als Pr\u00e4fekt der Glaubenskongregation und als Papst gedient. Am Karsamstag 1927 wurde er geboren und getauft, in der Osterzeit 2005 wurde er der Nachfolger des hl. Petrus und in dieser Weihnachtszeit, einen Tag vor dem Hochfest der Gottesmutter Maria, rief ihn sein Sch\u00f6pfer und Erl\u00f6ser in die ewige Heimat. Alle diese \u201eDaten\u201c sind kein Zufall. Die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreik\u00f6nigsfest ist im gesellschaftlichen Leben eine etwas \u201eruhigere\u201c Zeit, viele Menschen sind offener f\u00fcr religi\u00f6se Gedanken und Vollz\u00fcge. So gibt es etwas mehr \u201eRaum\u201c, um Nachrichten zu h\u00f6ren \u00fcber Papst Benedikt, \u00fcber sein Leben und Sterben, sein Wirken und seine Pers\u00f6nlichkeit. In diesen Stunden und Tagen h\u00f6rt man sehr viele anerkennende und w\u00fcrdigende Worte \u00fcber ihn. Diesen m\u00f6chte ich meine pers\u00f6nlichen Worte hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ich danke Papst Benedikt, der mich seit den Tagen meines Studiums durch seine Schriften sehr beeindruckt und gepr\u00e4gt hat. Seine Gedanken habe ich getrunken wie ein durstiger Bergsteiger, der aus der frischen Bergquelle k\u00fchlendes Wasser trinkt. Joseph Ratzinger war ein von Gott Ergriffener und konnte mit einfacher und wunderbarer Sprache die Menschen zu Gott, zu Jesus Christus, zum Glauben und zur Kirche hinf\u00fchren. \u00d6fters und zurecht hat man gesagt, dass zu den intelligentesten Menschen seiner Generation geh\u00f6rt. Mit diesen Gaben h\u00e4tte er eine weltliche Karriere machen k\u00f6nnen. Darauf hat er verzichtet. Er hat die ganze geistige und k\u00f6rperliche Kraft in den Dienst der Kirche gestellt. Alles, was ihm Gott geschenkt hat, hat er der Kirche weitergeschenkt.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, dass er eine kirchliche Karriere gemacht hat. Das stimmt nicht, das ist menschliche Beurteilung. Er hatte EIN Ziel angestrebt, und zwar aufgrund eines g\u00f6ttlichen Rufes, n\u00e4mlich das Ziel, Priester zu werden. Alle weiteren Aufgaben kamen ebenfalls aus Berufung und nicht aus Karrieredenken. Rasch hat man erkannt, dass er ein begabter Denker ist und so hat sein Erzbischof ihn nach wenigen Kaplansjahren weiterstudieren lassen. Er war etliche Jahre gl\u00fccklicher Theologieprofessor und dann nahm er schweren Herzens den Ruf an, Erzbischof von M\u00fcnchen und Freising zu werden. Bald darauf nahm er schweren Herzens den Ruf an, Pr\u00e4fekt der Glaubenskongregation in Rom zu werden, und nach Jahren starb Papst Johannes Paul II. Dieser Papst lie\u00df ihn nicht in Pension gehen, sondern wollte ihn an seiner Seite haben bis zu seinem Tod. Mit dem Tod von Johannes Paul II r\u00fcckte die Pension n\u00e4her und auch ein letztes gro\u00dfes Buchprojekt: Ein Buch \u00fcber Jesus Christus. Mitten in dieser \u201eVorfreude\u201c auf ruhigere Jahre hat ihn Gott durch die Stimmen der Kardin\u00e4le im Alter von 78 Jahren zum Papst berufen. Wieder war er bereit, sich rufen zu lassen. Jeder Ruf Gottes wurde zu einem noch gr\u00f6\u00dferen Segen f\u00fcr die Kirche. Gott gab ihm dann die Kraft und Freude, in den \u201eFerienwochen\u201c in Castel Gandolfo drei B\u00e4nde \u00fcber Jesus Christus zu schreiben, ein Buch, das vielen, vielen Menschen geistliche Nahrung brachte und bringt.<\/p>\n<p>Demut und Bescheidenheit zeichneten sein ganzes Leben aus. Die ersten Worte, die er als frisch gew\u00e4hlter Papst der Menge auf dem Petersplatz sagte, lauteten: \u201eLiebe Schwestern und Br\u00fcder! Nach einem gro\u00dfen Papst Johannes Paul II. haben die Herren Kardin\u00e4le mich gew\u00e4hlt, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn. Mich tr\u00f6stet die Tatsache, dass der Herr auch mit ungen\u00fcgenden Werkzeugen zu arbeiten und zu wirken wei\u00df. Vor allem vertraue ich mich euren Gebeten an. In der Freude des auferstandenen Herrn und im Vertrauen auf seine immerw\u00e4hrende Hilfe gehen wir voran Der Herr wird uns helfen, und Maria, seine allerseligste Mutter, steht uns zur Seite. Danke.\u201c<\/p>\n<p>Der 41j\u00e4rhige Professor Joseph Ratzinger hatte Interesse am gro\u00dfen englischen Theologen und jetzt Heiligen John Henry Newman. Deshalb besuchte er mit anderen Theologen im Jahr 1975 das Newman-Studienzentrum meiner geistlichen Familie Das Werk in Rom. Aus diesem Besuch wurde eine jahrelange Freundschaft bis zu seinem Tod. Ich durfte ihm regelm\u00e4\u00dfig in Rom begegnen.<\/p>\n<p>Wenige Wochen bevor ich nach Gisingen kam, konnte ich ihn besuchen. Es war die letzte Begegnung mit ihm. Ein Jahr sp\u00e4ter habe ich ihm einen Brief geschrieben. Ich habe ihm ein wenig die Pfarre Gisingen vorgestellt und auch folgendes geschrieben: \u201eHeilige Vater, immer wieder wurde ich im vergangenen Jahr gefragt, was meine Schwerpunkte f\u00fcr die Pfarrarbeit sei. Ich antworte dann einfach: Ich m\u00f6chte, dass Gisingen eine katholische Pfarrei sei.\u201c Darauf ging er in einem Brief ein, den ich \u00fcberraschenderweise einige Wochen sp\u00e4ter erhielt. Er schreibt da: \u201eIch finde es wunderbar, dass Sie in Ihrem Programm nichts Gro\u00dfartiges und Ungew\u00f6hnliches wollen, sondern nur das, worum es letztlich geht: dass Ihre Pfarrei eine katholische Pfarrei sei. Dies ist eigentlich das Normalste, was man sich denken kann. Heutzutage ist leider das eigentlich Katholische so schwach geworden, dass man glaubt, es durch anderes ersetzen zu m\u00fcssen. Aber wie interessant das Selbstgemacht und Erdachte im ersten Augenblick erscheinen mag \u2013 es fehlt ihm die aus dem Ewigen kommende Kraft, und so zerf\u00e4llt es auch wieder. So verstehe ich, da\u00df Das Werk f\u00fcr Sie eine wichtige Hilfe bedeutet, wo das Katholische frisch und lebendig aus der pers\u00f6nlichen Beziehung mit dem Herrn her neu gelebt wird. Da\u00df Kaplan Fenninger aus St. Leonhard am Wonneberg [Bayern] Ihr erster Mitarbeiter ist, bringt mir sozusagen Ihre Pfarrei auch emotional nahe.\u201c Sein Brief war und ist mir Ermutigung in meinem Dienst.<\/p>\n<p>Wir feiern heute auch den Weltfriedenstag. Zum gro\u00dfen Geschenk des Friedens, passen folgende Worte von Papst Benedikt in seiner Weihnachtspredigt vor 17 Jahren: \u201eWenn wir Eucharistie feiern, sind wir in Bethlehem, im \u201aHaus des Brotes\u2018. Christus gibt sich uns und gibt uns seinen Frieden. Er gibt ihn, damit wir das Licht des Friedens in uns tragen und es weitergeben; damit wir Friedensstifter werden und so zum Frieden in der Welt beitragen. So bitten wir ihn: Herr, mache deine Verhei\u00dfung wahr. Lass Frieden werden, wie Unfrieden ist. Lass Liebe aufstehen, wo Ha\u00df ist. Lass Licht werden, wo Dunkel ist. Mache uns zu Tr\u00e4gern deines Friedens. Amen.\u201c<\/p>\n<p>Pfarrer P. Peter Willi FSO<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Danke, Papst Benedikt XVI. Jahresschlussgottesdienst 2022 Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Der heutige Gedenktag des hl. 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