{"id":2576,"date":"2018-05-27T12:07:20","date_gmt":"2018-05-27T10:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=2576"},"modified":"2018-06-12T07:54:16","modified_gmt":"2018-06-12T05:54:16","slug":"ja-zum-leben-nein-zur-abtreibung-predigt-am-27-mai-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/ja-zum-leben-nein-zur-abtreibung-predigt-am-27-mai-2018","title":{"rendered":"Ja zum Leben \u2013 Nein zur Abtreibung. Predigt am 27. Mai 2018"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_7944-Ja-zum-Leben-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2587\" src=\"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_7944-Ja-zum-Leben-1-200x300.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Predigt am Dreifaltigkeitssonntag \u2013 27. Mai 2018<\/em><\/p>\n<p>P. Peter Willi FSO, Pfarrmoderator<\/p>\n<p>Liebe Gl\u00e4ubige,<\/p>\n<p>in der kommenden Woche, am 1. Juni, wird zum 40. Mal der Tag des Lebens begangen.\u00a0 Er wurde in \u00d6sterreich im Jahr 1978 erstmals ausgerufen, nachdem am 1. J\u00e4nner 1975 die sogenannte Fristenl\u00f6sung in Kraft getreten ist, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch bis zur. 12. Woche erm\u00f6glicht. J\u00e4hrlich werden in \u00d6sterreich rund 35000 Abtreibungen durchgef\u00fchrt \u2013 das ist etwa die Einwohnerzahl von Feldkirch \u2013 weltweit sind es j\u00e4hrlich Dutzende Millionen.<\/p>\n<p>Wenn ich heute eine paar Worte zu diesem Thema sage, dann erf\u00fcllt mich einerseits gro\u00dfe Traurigkeit, weil hier so viel L\u00fcge, Geld und Verantwortungslosigkeit mit im Spiel sind, andrerseits erf\u00fcllt mich tiefstes Mitleid mit jenen Frauen wie auch M\u00e4nnern, die unter einer erfolgten Abtreibung leiden.<\/p>\n<p>Die erste L\u00fcge besagt, dass das ungeborene Kind kein Kind sei. Die seri\u00f6se Wissenschaft hat eindeutig bewiesen, dass der Mensch nicht als undefinierbarer Zellhaufen beginnt. \u201eEin Embryo entwickelt sich nicht zum Menschen, vielmehr entwickelt er sich als Mensch\u201c (DOCAT Frage 74). Als Christen glauben wir, dass der Mensch mit der Zeugung auch eine unsterbliche Seele von Gott bekommt. Deshalb sagt die Kirche: Das Leben muss gesch\u00fctzt werden vom nat\u00fcrlichen Beginn bis zum nat\u00fcrlichen Ende, und zwar ohne Kompromisse<\/p>\n<p>Die zweite L\u00fcge besagt, dass Abtreibung keine Folgen f\u00fcr die Frau habe.\u00a0 In einem abtreibungsfreundlichen Jugendroman wird behauptet, dass eine Abtreibung weniger schmerzhaft sei als einen Zahn zu ziehen.\u00a0 Die Abtreibung verursacht h\u00e4ufig leibliche und noch mehr seelische Wunden.\u00a0 Wie viele Tr\u00e4nen und schwere psychische Belastungen bringt die Abtreibung f\u00fcr viele Frauen mit sich. Wir Priester und andere Personen kennen dieses Leid. Viele Frauen w\u00fcrden alles geben, wenn sie das Geschehene r\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnten. Wie viele Partnerschaften und Ehen zerbrechen eine gewisse Zeit nach einer Abtreibung. Wie viele Frauen leiden im Alter unter dem, was vor Jahren geschehen ist.<\/p>\n<p>Eine dritte L\u00fcge besteht im Slogan: Mein Bauch geh\u00f6rt mir. Das ist Anma\u00dfung und falsch im Blick auf Kind und Mutter. Unser Leib geh\u00f6rt nach unserem christlichen Verst\u00e4ndnis nicht uns, sondern Gott. Wir d\u00fcrfen mit ihm nicht alles machen, was wir wollen. Wir haben die Pflicht, die Gesundheit es Leibes so weit als m\u00f6glich zu erhalten, aber wir d\u00fcrfen ihn nicht t\u00f6ten, wir d\u00fcrfen den Leib nicht verst\u00fcmmeln, wir d\u00fcrfen nicht unser Geschlecht \u00e4ndern (was ja auch gar nicht geht), wir d\u00fcrfen die Fruchtbarkeit nicht einfach periodisch oder definitiv ausschalten. Unser eigener Leib ist ein Tempel Gottes und der Embryo geh\u00f6rt ebenfalls Gott. Der Embryo hat Recht auf Leben.<\/p>\n<p>In vielen Publikationen und Gespr\u00e4chen \u00fcber Abtreibung steht die Frau im Mittelpunkt. Es wird wenig gesagt \u00fcber die M\u00e4nner, die zusammen mit der Frau das Kind gezeugt haben. Eine Beratungsstelle f\u00fcr Frauen in Deutschland kommt zu dem Ergebnis:\u00a0 90 % der Frauen w\u00fcrden Ja zum Kind sagen, wenn sie nicht vom Kindesvater im Stich gelassen, unter Druck oder mehr oder weniger gezwungen\u00a0 w\u00fcrden. Viele M\u00e4nner handeln hier sehr verantwortungslos und machen sich schwer schuldig. Sie stehen meistens viel zu wenig oder nicht zum Kind und zur Schwangerschaft der Mutter.<\/p>\n<p>Liebe Gl\u00e4ubige, heute feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag. Der dreieinige Gott ist der Ursprung des Lebens. Er schenkt Leben, auch dann, wenn Mann und Frau ungewollt ein Kind zeugen. Als S\u00f6hne und T\u00f6chter des dreifaltigen Gottes m\u00fcssen wir alles, ja gar alles tun, um Leben zu retten, zu erhalten und zu f\u00f6rdern. Ich danke allen, die sich f\u00fcr das ungeborene Leben und f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter einsetzen, die dem Leben eines ungeborenen Kindes ein Ende setzen wollen. Ich danke allen, die f\u00fcr die Betroffenen beten. Ich bitte alle, f\u00fcr das Leben zu k\u00e4mpfen. Ich bitte alle, Stellung zu nehmen, wenn die eben genannten L\u00fcgen zu h\u00f6ren sind. Wenn Sie Frauen kennen, die an den Folgen einer Abtreibung seelisch leiden, dann vermitteln Sie bitte Hilfe. Priester k\u00f6nnen helfen und wirksame Hilfe vermitteln. Nach einem Schwangerschaftsabbruch braucht es einen l\u00e4ngeren Weg der Heilung, es braucht die Liebe und das Erbarmen Gottes, es braucht das hilfreiche Wort von Menschen, die hier kompetent sind. Jeder von uns kann etwas tun, jeder von uns soll etwas tun. Vor allem aber: Tragen wir alle bei zu einer Atmosph\u00e4re, in der Kinder mit Freude aufgenommen werden. Wer dem Leben dient, der dient Gott. Amen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt am Dreifaltigkeitssonntag \u2013 27. Mai 2018 P. Peter Willi FSO, Pfarrmoderator Liebe Gl\u00e4ubige, in der kommenden Woche, am 1. Juni, wird zum 40. 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