{"id":2579,"date":"2018-05-31T12:10:40","date_gmt":"2018-05-31T10:10:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=2579"},"modified":"2018-06-12T07:58:09","modified_gmt":"2018-06-12T05:58:09","slug":"demut-und-stolz-predigt-zum-fronleichnamsfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/demut-und-stolz-predigt-zum-fronleichnamsfest","title":{"rendered":"Demut und Stolz. Predigt zum Fronleichnamsfest"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_3683_DxO-Demut-und-Stolz-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2586\" src=\"http:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_3683_DxO-Demut-und-Stolz-1-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_3683_DxO-Demut-und-Stolz-1-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_3683_DxO-Demut-und-Stolz-1.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>Predigt am Fronleichnamsfest, 31. Mai 2018<\/em><\/p>\n<p>P. Peter Willi FSO<\/p>\n<p>Seit meinen Kindertagen fasziniert mich Jesus. Er ist mir so wichtig geworden, dass ich mich entschieden habe, Priester zu werden. Vieles an ihm fasziniert mich, zum Beispiel seine Demut. Er ist der Sohn Gottes. Durch ihn wurde die ganze Welt, das ganze Universum, der Makro- und der Mikrokosmos geschaffen. Und dennoch hat er sich ganz dem\u00fctig gemacht und kam als hilfloses Kind in diese Welt und \u00fcbergab sich der liebenden Sorge von Maria und Josef. Er lebte nicht in Jerusalem, Athen oder Rom, in Alexandrien oder Korinth, in diesen ber\u00fchmten St\u00e4dten von damals, sondern in Nazareth, einem verrufenen kleinen Ort in Galil\u00e4a, von dem der sp\u00e4tere Apostel Bartholom\u00e4us\u00a0 sagte: \u201eKann aus Nazareth etwas Gutes kommen?\u201c(Joh 1,46). In seiner Demut und Einfachheit hatte Jesus Umgang mit den Kleinen und Gro\u00dfen, den Gl\u00e4ubigen und Ungl\u00e4ubigen. Er starb dem\u00fctig und gedem\u00fctigt am Kreuz und blieb ganz dem\u00fctig unter uns. In der heiligen Hostie bleibt er unsichtbar, aber wirklich unter uns.<\/p>\n<p>Jesus ging in dieser Welt den Weg der Demut und er bleibt dem\u00fctig verborgen in der Welt, er dr\u00e4ngt sich niemandem auf, aber will unser Herz ber\u00fchren. Er wollte durch sein dem\u00fctiges Leiden und Sterben den Stolz der Welt \u00fcberwinden. Der Stolz kam durch Adam und Eva in die Welt. Sie lie\u00dfen sich vom stolzen Teufel verf\u00fchren und haben das Gebot Gottes auf die Seite geschoben. Sie lie\u00dfen sich \u00fcberlisten vom Vater der L\u00fcge, der ihnen einfl\u00fcsterte: Ich wei\u00df es besser als Gott.<\/p>\n<p>Der Stolz ist die h\u00e4ufigste S\u00fcnde, die es gibt. Ein Gro\u00dfteil der Probleme in der Welt kommt vom Stolz. Es gibt den Stolz der Kleinen und der Gro\u00dfen, den Stolz des einzelnen und den Stolz der Gruppen oder V\u00f6lker, die sich \u00fcber andere erheben, den Stolz der Reichen und M\u00e4chtigen, den Stolz, der sich zeigt im Besitz, im Geld, in der Kleidung, im Reden, im Reagieren oder in Entscheidungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Stolz schafft Blockaden, die Demut deblockiert.<\/li>\n<li>Der Stolz rei\u00dft Gr\u00e4ben auf, die Demut baut Br\u00fccken.<\/li>\n<li>Der Stolz macht das Herz hart, die Demut macht es weich und f\u00e4hig zu lieben.<\/li>\n<li>Der Stolz sieht die Fehler nur beim anderen, die Demut kann eigene Fehler einsehen und annehmen.<\/li>\n<li>Der Stolz klagt st\u00e4ndig an, die Demut kann sich entschuldigen.<\/li>\n<li>Der Stolz erhebt sich gegen die Wahrheit, die manchmal auch unbequem ist, die Demut kann sie annehmen.<\/li>\n<li>Der Stolz produziert viele kleine und gro\u00dfe Konflikte, die Demut will Frieden stiften.<\/li>\n<li>Der Stolz verursacht Wunden, die Demut heilt viele Wunden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Demut ist kein Modewort, aber eine wichtige Haltung f\u00fcr ein gelungenes Menschsein und Miteinander. Sie ist der Weg Gottes zum Menschen und der Weg des Menschen zu Gott. Das Christentum ist eine Religion der Demut, eine gro\u00dfe Schule der Demut, auch wenn nicht alle Christen in Vergangenheit und Gegenwart die Demut gelebt haben. Klagen wir jedoch nicht andere an, schlagen wir nicht auf die Brust fr\u00fcherer Generationen, sondern auf die eigene und arbeiten wir an uns selber. In jedem von uns steckt da oder dort das Unkraut der Stolzes und vom letzten Unkraut des Stolzes werden wir\u00a0 wohl er erst nach unserem Tod im Fegefeuer befreit. Wir m\u00fcssen gegen den Stolz k\u00e4mpfen, brauchen aber dazu auch die Hilfe von Jesus. Deshalb sollen wir beten:<\/p>\n<p>Jesus, du gro\u00dfe Gott, du hast dem\u00fctig in dieser Welt gelebt. Du bleibst ganz dem\u00fctig unter uns, gegenw\u00e4rtig im heiligen Sakrament des Altares. Ich will dir meinen Stolz geben, du aber schenk mir deine Demut. \u00d6ffne mir die Augen f\u00fcr meinen Stolz und gib mir Freude an der Demut, die zum Dienen bereit ist. Mach mich zu einem unkomplizierten Menschen ohne Minderwertigkeits- noch Mehrwertigkeitskomplexe, forme mich zu einem frohen, gl\u00fccklichen, einfachen, bescheidenen, gl\u00e4ubigen und liebenden Menschen. Gib mir die Demut, mir helfen zu lassen, mir etwas sagen und mich erg\u00e4nzen zu lassen. Hilf mir, in unserer oft so eitlen und stolzen Welt Oasen den Friedens und der Freude zu bauen. Amen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt am Fronleichnamsfest, 31. Mai 2018 P. Peter Willi FSO Seit meinen Kindertagen fasziniert mich Jesus. 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