{"id":9895,"date":"2021-04-07T21:57:40","date_gmt":"2021-04-07T19:57:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/?p=9895"},"modified":"2021-06-18T21:16:52","modified_gmt":"2021-06-18T19:16:52","slug":"ostern-die-beste-impfung-gegen-hoffnungslosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/ostern-die-beste-impfung-gegen-hoffnungslosigkeit","title":{"rendered":"Ostern &#8211; die beste Impfung gegen Hoffnungslosigkeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Ostern-e1617825380564.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9898\" src=\"https:\/\/www.pfarre-gisingen.at\/sebastian\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Ostern-400x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/a>Liebe Pfarrgemeinde!<\/p>\n<p>Neulich hat mich eine 95j\u00e4hrige, gl\u00e4ubige Frau mit einer Aussage \u00fcberrascht, die spontan aus ihrem Herzen kam: \u201eMan muss immer Hoffnung haben.\u201c Dabei leuchteten ihre Augen. Ein Leben lang lebte sie verbunden mit Gott, mit der Kirche, mit dem Gebet, mit den Sakramenten. In derselben kurzen Begegnung kamen wir zu sprechen auf eine alte Dame, die unerwartet starb. Die betagte Frau meinte mit innerer Ruhe und oder jede Angst: Ja, einmal m\u00fcssen wir alle sterben.<\/p>\n<p>Ostern ist das gro\u00dfe Fest der Hoffnung. Der Sieg Jesu \u00fcber den Tod, \u00fcber die menschliche Schuld und \u00fcber den Teufel beinhaltet auch den Sieg \u00fcber die Hoffnungslosigkeit. Der gro\u00dfe Inhalt der christlichen Hoffnung ist das ewige Leben. Christliche Hoffnung ist weit mehr als eine optimistische Lebenseinstellung, die der eine mehr der andere weniger hat. Wenn die christliche Hoffnung auf das ewige Leben in uns gefestigt ist, dann kann der Auferstandene die Angst vor dem Tod Schritt f\u00fcr Schritt aus unserem Herzen wegnehmen. Nat\u00fcrlich w\u00fcnscht sich der Mensch ein m\u00f6glichst langes, ruhiges, gesundes und sorgenfreies Leben. Aber das ist im letzten doch selten der Fall und auch nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass wir das ewige Leben erlangen. Die ersten Menschen, Adam und Eva, haben f\u00fcr die ganze Menschheit die T\u00fcre zum ewigen Leben verschlossen, durch Christus wurde sie wieder aufgemacht. Seit Ostern ist nicht das Grab, sondern der Himmel das Ziel der menschlichen Existenz. \u201eIch sterbe nicht, ich gehe ein ins Leben\u201c (Therese von Lisieux). Die einzige Bedingung, um dieses Ziel zu erlangen, ist der Glaube. \u201eWer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben\u201c, so sagt es uns Jesus im Evangelium.<\/p>\n<p>Neben diesem eigentlichen und gro\u00dfen Ziel der christlichen Hoffnung gibt es viele andere Hoffnungen: Hoffnung auf Gesundheit, auf einen passenden Arbeitsplatz, auf einen guten Lebensweg der Kinder, auf das Ende der Corona-Pandemie, auf die Heilung von Beziehungen, auf eine erneute Hinwendung zum Glauben von vielen Menschen, auf die Bewahrung der Einheit der Kirche, auf junge christliche Familien, Priester und Schwestern usw.<\/p>\n<p>Warum verliert der Christ nie die Hoffnung? Er verliert sie nie, weil er aus dem Glauben lebt, der ihm sagt: Gott vergisst mich nicht. Gott denkt an mich. Er ist allm\u00e4chtig und vermag Misserfolge in Erfolge zu wandeln, Traurigkeit in Freude, Irrwege in gerade Wege, Mangel in Reichtum, Tod in Leben. Die christliche Hoffnung vertreibt Gedanken und Versuchungen wie z. Bsp.: Da kann man nichts mehr machen. Mein Leben hat keinen Sinn mehr. Die S\u00fcnde, die ich begangen habe, ist unverzeihbar. Mein Leben ist nur ein Scherbenhaufen und nichts mehr. Ich gebe die Hoffnung auf.<\/p>\n<p>Der Auferstandene vertreibt die Hoffnungslosigkeit, angefangen von der Mutlosigkeit bis hin zu Verzweiflung. Der Katechismus sagt, dass es zwei S\u00fcnden gegen die Hoffnung gibt: die Verzweiflung und die Vermessenheit (vgl. KKK 2091). \u201eIn der Verzweiflung h\u00f6rt der Mensch auf, von Gott sein pers\u00f6nliches Heil, die Gnadenhilfe, um zum Heil zu gelangen, oder die Vergebung seiner S\u00fcnden zu erhoffen. Er widersetzte sich damit der G\u00fcte Gottes, seine Gerechtigkeit \u2013 denn der Herr bleibt seinen Verhei\u00dfungen treu \u2013 und seiner Barmherzigkeit\u201c (2091). Verzweiflung kann einen Menschen heimsuchen. Dennoch sollten wir uns niemals einfach passiv der Verzweiflung \u00fcbergeben. Wir sollen gegen sie im Vertrauen auf die Macht des Auferstandenen ank\u00e4mpfen. Verzweiflung richtet sich gegen die Hoffnung. Eine andere Haltung, die sich gegen die christliche Hoffnung richtet, ist die Vermessenheit. \u201eDer Mensch \u00fcbersch\u00e4tzt seine F\u00e4higkeiten, indem er hofft, er k\u00f6nne das Heil ohne die Hilfe von oben erlangen; oder er hofft vermessen, er k\u00f6nne von der Allmacht und dem Erbarmen Gottes Vergebung erlangen, ohne sich zu bekehren, und selig zu werden, ohne es zu verdienen\u201c (2092).<\/p>\n<p>\u00d6sterliche Menschen leben in der Hoffnung. Sie leben eine gl\u00e4ubige Hoffnung \u00fcber alle nur menschliche Hoffnung hinaus. Wer hofft, glaubt immer an eine L\u00f6sung. Gott hat L\u00f6sungen, die wir nicht kennen. Seine L\u00f6sungen sind immer wieder die viel besseren als jene, die wir uns ausdenken. Ostern ist die beste Impfung gegen die Hoffnungslosigkeit. \u00d6sterliche Menschen leben nicht nur selber aus der Hoffnung, sondern sie erwecken Hoffnung in anderen Menschen. Hoffnung schenkende Menschen sind eine Wohltat. Die Hoffnung ist der Sauerstoff des Lebens. Ohne Hoffnung erstickt die Seele des Menschen. Unsere Hoffnung hat einen Namen und dieser Name lautet: Jesus Christus. Jesus Christus ist unsere Hoffnung. Er ist auferstanden und gibt uns Hoffnung &#8211; immer und in allen Lebenssituationen. Amen. Halleluja!<\/p>\n<p>Pfarrer P. Peter Willi FSO<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Pfarrgemeinde! 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